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Apothekerverband-Nordrhein e.V. Donnerstag, 4. März 2010
Apotheker in Nordrhein: Viele Diabetiker leiden auch an Nierenerkrankungen Aufklärung wichtig
zurückDüsseldorf. Diabetiker sind Risikopatienten für Nierenerkrankungen. Über diesen Zusammenhang klären viele Apotheker in Nordrhein anlässlich des Welt-Nierentages am Donnerstag, 11. März 2010, auf.
Gegen eine geringe Schutzgebühr bieten die Apotheken außerdem einen Blutzuckertest an. Das ist ein
einfaches und schnelles Verfahren, um mögliche Hinweise für eine eventuelle Diabeteserkrankung zu
erhalten. Sollten die Werte auffällig sein, raten die Apotheker in Nordrhein dann, einen Arzt
aufzusuchen.
"Die Dunkelziffer von Diabetes ist immer noch viel zu hoch", sagt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. "Deshalb sind Gesundheitstage wie der Welt-Nierentag auch so wichtig, um die
Menschen auf diese oft unterschätzte und zu spät erkannte Krankheit aufmerksam zu machen." Viele
ahnen nicht, dass sie Diabetes haben, weil diese Erkrankung zu Beginn oft symptomlos verlaufen kann.
Wird Diabetes aber nicht rechtzeitig ärztlich behandelt, können Folgeerkrankungen wie Nierenversagen
ungehindert entstehen. Etwa jeder Dritte Diabetiker entwickelt im Laufe seines Lebens diese
gefährlichen Nierenschäden. Eine regelmäßige Kontrolle ist ebenfalls wichtig, weil auch
Nierenerkrankungen zu Beginn nicht immer schmerzhaft sind.
In Deutschland steigt die Zahl der Nierenerkrankungen Jahr für Jahr an. Derzeit gibt es mehr als
90.000 Patienten mit einer Nierenersatztherapie. Das heißt, sie sind dialysepflichtig oder warten
auf eine Spenderniere. Diese Patienten müssen regelmäßig, zwei bis viermal in der Woche mehrere
Stunden zur „Blutwäsche". Ein großer Teil der Betroffenen leidet an Diabetes mellitus.
"Aufklärung und Vorsorge sind vor allem bei Diabetikern erforderlich", erklärt der Apotheker. "Das Risiko, durch Diabetes die Nieren zu schädigen, lässt sich drastisch senken, wenn der Blutzucker und der Blutdruck optimal eingestellt sind und weitere mögliche Risikofaktoren behandelt werden."
Zusätzlich erhöht die Nierenschädigung das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls.
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